Und vergib uns...

Diesen Satz kennt wohl fast jedes Kind. Dabei sind diese Worte das grösste Gift, der grösste Virus der uns Menschen je befallen hat.

Durch das Verurteilen entsteht Schuld, durch das teilen in Gut oder Schlecht, sprechen wir unserem Gegenüber seine Existenz, seine Art des Seins ab.
Es entsteht Spaltung, Konflikt... Krieg.

Im Leben geht es jedoch darum die Vielfalt an Erfahrungen, an Gefühlen für den Wachstum unserer Seele zu durchlaufen.
Wenn wir aus Angst vor Schuld, Dinge verurteilen und somit die Erfahrung dessen mit seinen Gefühlen vermeiden, dann verhindern wir unseren eigenen Seelenwachstum.

Vielleicht ist ja gerade das, das Ziel, die Lehre der Schuldhaftigkeit und dass der Mensch schlecht sein soll und Erlösung braucht? Er könnte sonst in den wahren Wachstum, in die Herzintelligenz der Nächstenliebe kommen? Herzintelligenz entwickeln heisst; viele Aspekte der Gefühle im Dasein zu erleben. Erst dann wird es mir möglich wahres Mitgefühl für eine Situation mit dem Menschen dahinter zu haben. Heisst aber nicht alles zu akzeptieren, denn dann verleugnen wir uns und lieben uns selbst nicht. Wenn wir etwas nicht akzeptieren, dann ziehen wir für uns wichtige Grenzen, geben unserem Willen einen wichtigen Raum. Ohne klare Grenzen laufen wir Gefahr zu manipulieren.
Ein Verurteilen hingegen spaltet...trennt.

Das "Du sollst nicht" ist Sand im Getriebe.
Wohlverstanden, damit ist nicht gemeint, dass ich munter drauf Diebstahl betreiben oder töten etc. soll.
Ein sich bewusst werdender Mensch weiss um das Karma und wählt bewusster. Bei unserem Handeln spielt der Grad der Bewusstheit eine entscheidende Rolle.
Wenn das Prinzip unseres Handelns auf dem freien Willen jedes Menschen ja gar Lebewesens basieren würde hätten wir mehr Frieden auf diesem Planeten.